Stampin'Up!

Wenn einer eine Hochzeit plant…

September 30, 2019

 

…dann kann er was erleben!

Hallo, ihr Lieben!

Nun ist es schon wieder über 2 Wochen her, dass wir einen der schönsten Tage im Leben meiner Tochter feierten – ihre Hochzeit! Viele Wochen und Monate Planung liegen hinter uns; wundervolle Momente, in denen wir uns nahe waren wie schon lange nicht mehr. Ich bin unglaublich dankbar dafür, dass das junge Paar mich so in alles eingebunden und mir vertraut hat und dass ich ein so wichtiger Teil ihres wichtigsten Tages sein durfte.

 

Aber von vorn – und seid gewarnt, es kommen viele Fotos! 😉

Natürlich war es von Anfang an klar, dass ich die Gestaltung und Dekoration der Hochzeit übernehmen werde. Meine Hanni hatte viele Wünsche und Vorstellungen und ich habe versucht, sie ihr alle zu erfüllen. Die Einladungen sind schon Mitte März auf den Weg gebracht worden – eine Pop-Up-Panel-Card mit Fotos, die die Eckdaten zeigen. Wir hatten die Foto-Idee auf Pinterest gefunden (wie vieles, was ich letztendlich umgesetzt habe). Ich habe noch einen Kühlschrankmagneten dazugelegt.

 

 

Verwendet habe ich die Farben Blütenrosa und Flüsterweiß – das Pergamentpapier ist noch aus dem vergangenen Katalog und ich habe in weiser Voraussicht genug Pakete davon gekauft. Schön, dass ich nun alle übrigen Designs in Massen habe. 😉

 

 

Für den Magneten habe ich ein Muster gestaltet (ihr könnt es auf dem ersten Bild rechts sehen), dieses eingescannt und auf Magnetfolie gedruckt – vom Ergebnis war ich selbst begeistert.

 

 

Tja, und dann ging Anfang August die Massenproduktion los… Hätte ich nur eher angefangen! Die Gänseblümchen zierten die Serviettenringe, die gleichzeitig die Namensschilder waren, und auch auf den Körbchen für die Blumenkinder und anderen Deko-Objekten waren sie zu finden, …

 

 

… ich habe Herzkonfetti ausgestanzt und war entsetzt, wie viel ich zum Füllen der Reagenzgläser brauchte, …

 

 

… habe „Denk‘ zurück- & Schmunzelblümchen“-Samen verpackt und beschriftet, …

 

 

… Gläser bei Depot gekauft, mit Kieselsteinen gefüllt und mit akkuraten Schleifen versehen (ich kann eben nicht anders), …

 

 

… meine Idee der Tischdeko zum Abgleich und Abnicken mit der Braut geteilt (zum Glück, denn ich habe es dann nicht mehr fotografiert), …

 

 

… m&ms personalisieren lassen und verpackt, …

 

 

… kleine Goodie- und Dankeschönboxen gebastelt und gefüllt, …

 

 

 

… und noch viele andere kleine und große Ideen umgesetzt.

Und der große Tag kam unaufhaltsam näher. Meine Liste wurde jeden Tag um ein Häkchen reicher und ich habe tatsächlich ALLES geschafft, was ich mir vorgenommen habe!

Am Donnerstag vor der Hochzeit bin ich dann nach Rügen gefahren – mein kleines Auto voll bis oben hin (das Packen hat fast 2 Stunden gedauert und ich war am Ende Tetris-König) und ich sooo aufgeregt! Mein erstes Ziel waren die Blumenfeen bei „Blumenhaus Spiering“ in Wiek, dort bin ich schon einmal alle Vasen losgeworden, und weiter ging es zum Kap Arkona. Ich bezog mein Tätigkeitsfeld für die nächsten Tage – die wunderbare Feierscheune im Rügenhof. Alle Kisten und Pakete wurden ausgepackt, die Planung noch einmal durchgesprochen und mein Abend endete mit der Fast-Fertigstellung von 80 Cake Pops, die ich am Freitag Morgen dann beendete.

Der Kofferraum voller Blumen für die Tische – ist das nicht ein Träumchen? So geballt wirkten sie am schönsten! Als ich sie aus dem Blumenhaus abholte, hatte ich das erste Mal Tränen in den Augen…

 

 

Der Freitag stand ganz im Zeichen der Raumdekoration und hätte ich nicht so viele helfende Hände gehabt (vor allem für die 236 Luftballons), dann hätte ich ganz schön alt ausgesehen… Was am Anfang eher ein konfuses „Ich-fange-alles-auf-einmal-an“ war, nahm langsam Formen an und war am Abend ein wirklich schönes Ergebnis. Braut und Bräutigam waren schon lange verschwunden und meine „Retter-in-der-Not“-Freundin Uta nebst Mann und meine bessere Hälfte und ich haben am Ende des Tages zufrieden und mit großer Vorfreude auf den kommenden Tag die Lichter im rosa Zauberraum ausgemacht.

 

 

Und dann war er da – der große Tag! Früh am Morgen trafen wir uns in der Küche der Feierscheune (ich hatte schon den Brautstrauß und die Baguette abgeholt), schmierten und belegten an die 200 Schnittchen und bereiteten alles für den Empfang vor, bevor wir uns gegen halb 11 auf dem Weg zum Schinkel-Turm am Kap Arkona machten. Die Sonne schien wie bestellt und alles lief wie am Schnürchen!

 

 

Und dann kam die Braut… Ihr zukünftiger Mann war zu Tränen gerührt und ich war so stolz und glücklich!

 

 

Auch Marlin war ganz begeistert von seiner wunderschönen Schwester, was er ihr im Laufe des Tages auch immer wieder sagte… 😉

 

 

Für die Momente nach der Trauung stand alles bereit: Taschentücher, Seifenblasen… Natürlich nicht ohne den ganz individuellen Touch!

 

 

 

 

Die Standesbeamtin fand sehr schöne Worte und beim Ja-Wort flossen natürlich Tränchen, aber das gehört auch irgendwie dazu.

Das Brautpaar brauchte zum Glück keinen Holzstamm zersägen, aber die jungen Leute mussten über Rosenblätter laufen und einen Seifenblasensturm über sich ergehen lassen, bevor die Sektkorken knallten und wir anstoßen konnten!

 

 

 

Mein glückliches Mädchen… Da hatten wir wohl beide einen Kloß im Hals…

 

 

Die Hochzeitskutsche war übrigens der Knaller! Auf diesen wunderschönen Bulli (Hochzeits-Bus.de) wurden wir auf der Hochzeitsmesse aufmerksam und er war der Blickfang schlechthin – sowohl am Standesamt als auch an der Feierscheune. Er kommt mit Chauffeur und ist wirklich etwas ganz Besonderes.

 

 

Während das Brautpaar zur Fotosession unterwegs war, habe ich noch ein Minütchen zum Fotografieren des Fotoalbums und der Explosionsbox gefunden – bis dahin hatte ich das noch nicht geschafft. Die Box war unser Geschenk an das Brautpaar, natürlich abgestimmt auf die gesamte Deko. Hanni hatte sich eine Explosionsbox gewünscht, und da hat sie sie natürlich bekommen.

 

 

Das Album habe ich für die Fotos aus der Fotobooth gestaltet – am Abend war es gefüllt!

 

 

 

 

 

 

Die Zeit der Abwesenheit des Brautpaares nutzten wir für Quatschfotos – ich war begeistert, wie gut die Fotobooth angenommen wurde. Fanny hat uns eine großartige Ecke eingerichtet, Perücken, Hüte und Brillen dagelassen und es dauerte nicht lange, bis die Gäste zur Umsetzung der Fotoaufgaben Schlange standen. Die Fotos habe ich an Ort und Stelle ausgedruckt und zusammen mit der Aufgabe ins Album geklebt.

 

 

Jeder durfte seine persönlichen Wünsche zu Papier bringen, die am Ende auch ihren Platz im Fotoalbum fanden.

 

 

Ich fand im gesamten Tagesablauf kaum Zeit und Muße zum Fotografieren; ständig wirbelte ich irgendwo herum und habe es meist schlichtweg vergessen, Fotos zu machen. Und wenn ich in der Fotoecke nicht meine Kamera stationiert hätte, hätte ich heute womöglich gar nichts in den Händen… Aber so befinden sich auf meiner Speicherkarte die wohl lustigsten Fotos des Tages! Und da diese jeder der Gäste haben wollte, habe ich im Gegenzug auch Bilder bekommen, die ich nicht gemacht habe…

 

 

 

 

So verging der Nachmittag – nette Gespräche, lustige Fotos, Kaffee in der Sonne und sogar ein Nickerchen war für den einen oder anderen noch drin, bevor Fanny zum großen Gruppenfoto rief und damit ihren Fototag beendete.

Für die Gäste gab es nach den obligatorischen Reden und guten Wünschen für die Brautleute endlich Abendessen und danach natürlich den Hochzeitstanz. Der lief nicht ganz so, wie vom Brautpaar geplant, denn IHR Lied hatte Marlin ein halbes Jahr heimlich auf dem Klavier gelernt und die beiden damit wirklich überrascht – was für Tränen sorgte und ein absolutes Highlight war. Und von Marlin fiel danach endlich alle Anspannung ab, denn ihm war bewusst, wie wichtig sein kleiner großer Auftritt für das Brautpaar war…

 

 

 

Für Auflockerung und einen Stimmungsschub hat in der Abendgestaltung dann die Los-Runde gesorgt: Nils hat sich auf Wunsch des Brautpaares Aufgaben ausgedacht, die nur er sich so ausdenken konnte (jeder, der meinen Mann kennt, weiß, was das bedeutet) und ich habe sie verpackt. Es hat richtig Spaß gemacht zuzusehen, wie all diese Aufgaben gelöst und umgesetzt wurden und zum Glück haben alle mitgemacht; das war ein gelungener Auftakt zur eigentlichen Party!

 

 

 

Der Abend wurde sehr lang – bis 3 Uhr am nächsten Morgen haben wir gefeiert. Alles war dabei – auch die Strumpfbandversteigerung und das Werfen des Brautstraußes. Und wisst ihr, wer ihn gefangen hat? Die Freundin meines großen Sohnes!

Notfälle gab es keine, erst am nächsten Morgen hatte der eine oder andere etwas Kopfweh – was dem rundum schönen und gelungenen Hochzeitstag aber keinen Abbruch tat.

 

 

Und nun ist das alles schon wieder über 2 Wochen her… Zeit, um Danke zu sagen! Danke allen, die diesen Tag zu etwas so Wunderbarem werden ließen und ihn unvergesslich machten.

 

 

 

 

 

Und ich? Ich bin stolz auf meine Tochter und glücklich – aber das schrieb ich ja bereits. Trotzdem kann ich es nur immer wiederholen: auch wenn ich viel, viel Arbeit hatte und sich über Wochen alles nur um diesen einen Tag drehte, auch wenn meine Familie oft zurückstecken musste und ich gern viel mehr Zeit mit ihnen verbracht hätte – es war die Sache wert. Das Glück in den Augen des jungen Ehepaares zu sehen und es zu fühlen; ein Teil davon zu sein, dass der Tag so perfekt wurde – das war es wert.

 

 

Alles Liebe,

Anja

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4 Comments

  • Reply Sabine Reuter 1. Oktober 2019 at 20:57

    Liebe Anja,
    da schwärme ich immer noch von deiner Harry Potter-Party und du stehst mit der Hochzeits-Deko des Jahres am Start! Gigantisch wunderschön 😍.
    Dem jungen Paar an dieser Stelle alles erdenklich Gute.

  • Reply Silvia 30. September 2019 at 22:35

    Wunder-wunder-wunderschön. ❤️❤️❤️

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